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Turnvater Jahn

Friedrich Ludwig Jahn (1778 - 1852) ging als „Turnvater Jahn" in die Geschichtsschreibung ein. Er begründete Anfangs des 19. Jahrhunderts die deutsche Turnbewegung.

Jahn wurde 1778 in Lanz bei Wittenberge (Brandenburg) geboren. Im Sommer 1810 begann er, mit seinen Schülern im Freien Leibesübungen zu betreiben. Ein Jahr später organisierte er dann in der Hasenheide bei Berlin den ersten Turnplatz. Jahn prägte für alle Leibesübungen den Begriff 'Turnen'.

Die Leistungen Jahns sind im Laufe der deutschen Geschichte unterschiedlich bewertet worden: von der politischen Linken wurde er als Nationalist und den Konservativen als Roter bezeichnet. In der Kaiserzeit wurde Jahn sowohl von den Bürgerlichen wie den Arbeiterturnern verehrt, ebenso in der Weimarer Republik. Die Überzeichnung seiner nationalistischen Haltung durch die Nazis oder seiner sozialistischen Einstellung durch die Kommunisten hat der Turnbewegung sehr geschadet.

Jahn wollte ein volkstümliches und vielseitig angelegtes Turnen, das Geräteturnen, Schwimmen, Laufen, Fechten, Spiel, Musik und Tanz umfasst, viele Menschen anspricht und einen Beitrag zur Freiheit und Einheit Deutschlands leistet. Übertragen auf heute lässt sich feststellen, dass Jahns Prinzipien entpolitisiert wurden, aber zumindest in großen Bereichen immer noch Gültigkeit haben: Welcher Sport bietet sonst eine derartige Vielseitigkeit des Angebots in einem einzigen Verein?

Individualität + Gemeinschaftsgefühl = Turnen heute

Dies reicht von der Individualität z.B. beim Gerätturnen - noch unterteilt in fest vorgegebene Pflichtteile und in Kürübungen, die die eigene Kreativität fördern - , bis hin zum Gemeinschaftsgefühl beim Spiel, bei Feiern und nicht zuletzt bei Turnfesten, die die ganze Bandbreite des Turnens heute aufzeigen. Aus dieser Vielfalt, die immer wieder durch neue Ideen und Angebote ergänzt werden muss, bezieht das Turnen auch in unserem Verein seine Lebendigkeit und Anziehungskraft.